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Kurztrip nach Pune

Pune, ehemals Poona, liegt in Indien, das weiß ich jetzt.
Dorthin mußte ich kurzfristig, um bei einem Kunden an einer unserer Maschinen eine Reklamation zu untersuchen.
Man fliegt dort von Hannover über Frankfurt, Mumbai. Dort kam ich um 1:00 Nachts Ortszeit bei 35 °C und 100% Luftfeuchtigkeit an. Dafür war die Klimaanlage im Hotel auf 18 °C eingestellt. Nach kurzem Schlaf ging es morgends mit dem Flugzeug weiter nach Pune.

Die meiste Zeit verbrachte ich dort im Werk des Kunden, den Rest auf völlig verstopften Straßen, auf denen ich Gott sei Dank nicht selbst fahren mußte, fährt man dort ja auch noch links.
Wenn man hier in Deutschland eine dreispurige Straße hat, kann man sicher sein, daß dort auch nur drei Autos nebeneinander fahren. Dort fuhren fünf Autos, mehrere Motorräder und Fahrräder nebeneinander, die letzten Lücken wurden von Fußgängern und Kühen gefüllt. Rote Ampeln schien niemanden zu hindern, die Kreuzung trotzdem zu überqueren. Die Hupe war fast wichtiger als Bremse und Blinker. Auf diesem Bild ist hingegen fast nichts los.

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Am Sonntag Abend führte uns unser Vertreter vor Ort auf die Straßen wo zu Ehren des Gottes Ganesha ein riesiges Fest veranstaltet wird. Es kam mir vor wie eine Mischung aus Weihnachten, Sylvester und Karneval. Überall schmückten Lichter die Straßen, wurden Feuerwerke gezündet und großartig geschmückte Wagen wurden von hunderten von Tänzern begleitet. Die Straßen wurden von abertausenden Menschen gesäumt, die sich das Schauspiel nicht entgehen lassen wollten.

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Die Rückreise war eine Sache für sich. Mit dem Auto sollte man schneller zurück nach Mumbai kommen, so in dreieinhalb bis vier Stunden. Ich brauchte fünf. Um 19:00 wurde ich abgeholt. Die Gurte im Wagen funktionierten nicht und der Fahrer sprach kaum englisch. Es ging meiner Meinung nach erst quer durch Pune, der Fahrer erhielt einen Anruf und quaselte etwas von Mutter, nach Hause kommen und sammelte plötzlich noch einen zweiten Mann ein. Mir war ziemlich mulmig zumute, versank in der Rückbank und Horrorszenarien schossen mir durch den Kopf. Erst als ich ein Hinweisschild mit „Mumbai“ sah, fühlte ich mich besser. Mit einem zehnminütigen Zwischenstopp auf einer nicht sehr Vertrauen erweckenden Raststätte dauerte es bis kurz nach Mitternacht, bis ich den Flughafen von Mumbai erreichte.
Das Einchecken und Aufgeben des Koffers und die Paßkontrolle waren dafür recht schnell geschafft. Um 2:50 ging mein Flieger. Bis ich in Hannover endlich meinen Koffer wieder hatte, waren insgesamt 20 Stunden vergangen.

18.9.2008   Kommentare deaktiviert für Kurztrip nach Pune